Die Firma Langguth feierte ihren 90. Geburtstag.

Im Frühjahr 1920 meldeten Karl Langguth und Dr. Friedrich Pelke unter dem Namen Langguth & Compagnie ein Gewerbe zum „Bau und Vertrieb von Getriebekästen und Fabrikation und Handel von Automobilen und einschlägigen Artikeln“ an.

Gleichzeitig konnten wir unserem Leiter der Elektroabteilung zum 25. Firmenjubliäum gratulieren. Wir freuen uns, dass unser Kollege uns so lange die Treue gehalten hat, danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm alles Gute für die Zukunft. Dass an jenem Tag der Firmenfokus weniger auf Antrieben sondern mehr auf kulinarischer Ebene lag versteht sich von selbst.

Für die Verwendung in einem Magnetresonanz-Tomographen hat Langguth einen Spindelantrieb komplett aus antimagnetischen Bauteilen entwickelt.

Alle Bestandteile Spindeltrieb, Gehäuse, Wellen, Untersetzung, aber auch Kleinteile wie Schrauben, Passfedern und Wellendichtringe mussten in den geeigneten Materialien, etwa Edelstahl, Kunststoff, oder Aluminium ausgeführt werden. Noch unbekannte technische Parameter für unübliche Werkstoffpaarungen mussten im Vorfeld experimentell ermittelt werden.

Mittlerweile sind auch alle Sicherheits- und Lebensdauerversuche erfolgreich abgeschlossen und der Antrieb ist problemlos im Serieneinsatz.

 

 

 

Langguth blickt auf einen erfolgreichen Messeauftritt auf der SPS Drives in Nürnberg zurück. Auch wenn die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise bei Besuchern noch spürbar waren, so stieß die Vorstellung neuentwickelter Sonderantriebe doch auf großes Interesse. Die Präsentation des Edelstahl-Spindelantriebs zum Beispiel hatte eine große Resonanz bei so unterschiedlichen Interessenten wie in der Lebensmittelindustrie als auch bei Bootsausrüstern.

Große Aufmerksamkeit erregte natürlich das voll funktionierende Modell einer Wassermühle aus dem 16. Jahrhundert, welches die Kontinuität hervorragender Antriebsentwicklung vom späten Mittelalter bis heute verdeutlichen sollte.

Insgesamt stimmten die Partner, Besucher und Langguth überein, dass die Erwartungen in die Zukunft sehr optimistisch zu betrachten sind.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen kritischen Finanzmarktsituation freuen wir uns über ein außergewöhnlich gutes Rating-Ergebnis unserer Hausbank. Auf einer Skala von 1 bis 18 erreichte Langguth die Bestnote 1, ein außerordentliches Ergebnis für ein kleines mittelständisches Unternehmen.

Honoriert wurden die die gute Eigenkapitalausstattung, die gesunde Mischung aus Innovationsbereitschaft und haushalterischem Denken und die verantwortungsbewusste Verbindung zwischen der Gesellschafterfamilie und der Unternehmensleitung.

Diese Auszeichnung kann als guter Beleg dienen für die wirtschaftliche Gesundheit der Firma Langguth und dass wir mit Optimismus uns unseren künftigen Aufgaben stellen können. Es ist lediglich schade, dass es uns nicht möglich ist, an dieser Stelle noch besser zu werden.

 

Die Firma Langguth + Co GmbH, Hersteller von Sondergetriebemotoren, mit Sitz in Nürnberg, weitet seine Geschäfte in den asiatischen Raum aus. Die auf die Herstellung von Getrieben für die Maschinenbau-, Medizin- und Robotertechnik spezialisierte Firma beliefert seit diesem Jahr auch den chinesischen Markt. Zusammen mit einer Partnerfirma wurde ein Konzept ausgearbeitet, das den direkten Vertrieb, von Motoren, z.B. für die Röntgentechnik, nach China regelt.

Umfangreiche Vorbereitungsarbeiten, wie z.B. die CCC-Zertifizierung waren hierfür notwendig. Aufgrund der hohen Qualitätsansprüche in der heutigen Zeit ist die Firma Langguth der ideale Partner für Unternehmen die Sondergetriebe im Einsatz haben, und die nicht nur in Deutschland.

Auf Kundenwunsch hat die Firma Langguth + Co. GmbH in Nürnberg ein neues Schneckengetriebe S33 konzipiert, dass speziell den Anforderungen eines Riemenantriebs Rechnung trägt. Hier wird durch eine speziell konstruierte Lagerung die Zugbelastung durch den Riemen so abgefangen, dass die Biegebeanspruchung der Abtriebswelle minimiert wird. Weitere Besonderheiten sind eine besonders hochwertige Materialwahl bei Schneckenrad und Endwelle, sowie die ausgeklügelten Welle-Nabe-Verbindungen, um den extremen dynamischen Belastungen in diesem Anwendungsfall gerecht zu werden.

Das Getriebe wird in den Varianten mit Bremsmotor (als Asynchron-Servo) und mit Klemmkupplung für Synchron-Servomotoren gebaut werden.

Herauszuheben bei diese Entwicklung ist, dass die ersten Muster schon 3 Wochen nach der ersten Anfrage abgeliefert werden mussten. Dies war nur durch eine besondere Verzahnung von Konstruktion, dem Einkauf und dem Musterbau möglich, bei der gleichzeitig die Dokumente erstellt, die Bauteile gefertigt und die Komponenten beschafft werden mussten. Durch eine besondere Fokussierung auf dieses Projekt konnte der Termin exakt eingehalten werden.